Steuern sparen: Und jährlich grüsst das Murmeltier

23.03.2017Petra Staubli

Steuern zahlen ist nicht Jedermanns/-fraus Sache. Und doch begleitet uns der Steuerprozess insbesondere in der ersten Jahreshälfte Jahr für Jahr. Liegenschaftsbesitzer haben dabei gewisse Steuerabzugsmöglichkeiten, welche je nach Investition anders beurteilt werden müssen. Wichtig ist dabei die Unterscheidung zwischen werterhaltenden und wertvermehrenden Kosten.

Steuerlich abzugsfähig sind nur Kosten, die der Instandhaltung der Liegenschaft dienen und somit werterhaltend sind. Eine Ausnahme bilden dabei Energiesparmassnahmen. Wertvermehrende Kosten, wie etwa der Ausbau des Dachstockes oder ein Anbau eines Wintergartens sind auf der anderen Seite nicht abzugsfähig.

Insbesondere bei Renovationen von Liegenschaften beinhalten die Arbeiten meist werterhaltende und wertvermehrende Kosten. Wird beispielsweise ein Teppichboden durch einen Parkettboden ersetzt, hat dies auch eine Wertsteigerung zur Folge. Ein Teil dieser Kosten ist somit nicht absetzbar. Identisch verhält es sich auch mit dem Ersatz einer alten, einfachen Küche durch eine moderne, luxuriöse Küche. In solchen Fällen muss der Wert der Kosten aufgeteilt werden.

Es empfiehlt sich vor Aufnahme einer Renovationsarbeit Fotos der bisherigen Situation zu machen, um dies gegenüber den Steuerbehörden transparent darlegen zu können. Gleichzeitig können die Renovationsrechnungen durch die jeweiligen Lieferanten auch auf die beiden Kostenarten Wertvermehrung/Werterhaltung aufgeteilt werden. Dies erspart den Liegenschaftsbesitzern viel Arbeit bei der Steuererklärung.

Wahlweise steht den Liegenschaftsbesitzern die Möglichkeit des effektiven Kostenabzugs oder des Pauschalabzugs zur Verfügung. Der Pauschalabzug kommt dann zum Tragen, wenn die effektiven werterhaltenden Kosten tiefer sind. Im Kanton Aargau beträgt der Pauschalabzug in den ersten 10 Jahren (ab Beginn Steuerperiode) 10% und danach 20% des Eigenmietwertes.

Meist kann man jedes Jahr entscheiden, ob der Pauschalabzug oder die effektiven Kosten geltend gemacht werden. Stehen Unterhaltsarbeiten an, so sollten die entsprechenden Kosten genau geprüft werden. Kleinere Investitionen, welche den Pauschalabzug nicht übersteigen, können im gleichen Jahr vorgenommen werden, um so vom höheren Pauschalabzug zu profitieren. Bei grösseren Investitionen, welche den Pauschalabzug übersteigen, ist eine Staffelung auf mehrere Steuerperioden empfehlenswert, um so von tieferen Steuerprogressionen über mehrere Jahre hinweg zu profitieren.

Das Aufbewahren aller Rechnungen, ob werterhaltend oder wertvermehrend, ist sehr wichtig. So können beim Verkauf der Liegenschaft sämtliche wertvermehrenden Kosten geltend gemacht und Grundstücksteuern gespart werden. Dazu mehr im nächsten Newsletter.

Sie haben Fragen zu Investitionen in Ihre Liegenschaft? Staubli & Partner Immobilien GmbH steht Ihnen dafür gerne zur Verfügung. Profitieren Sie von unserer grossen Erfahrung und lassen Sie sich kompetent und persönlich beraten.
 

© Staubli & Partner Immobilien GmbH, März 2017