Wieviel und welche Eigenmittel müssen für den Kauf einer Immobilie eingesetzt werden?

Eigenmittel: Die richtige Mischung macht es aus.

17.10.2016Petra Staubli

Genügend Eigenmittel bilden die Basis für Ihr Eigenheim. Wer Wohneigentum erwerben will, muss zuerst herausfinden, wie viel dafür ausgegeben und welche Mittel dafür eingesetzt werden können. Dabei ist nicht immer Geld gleich Geld.

Mit den historische tiefen Hypothekarzinsen in der Schweiz wird immer häufiger der Traum nach einem Eigenheim in Form eines Einfamilienhauses oder einer Eigentumswohnung geweckt. In den meisten Fällen ist dafür eine Fremdfinanzierung in Form einer Hypothek nötig.

Die Vergabe von Hypotheken basiert dabei auf zwei Grundregeln: einerseits der Tragbarkeit der Hypothek aufgrund der bestehenden Einkommensverhältnisse sowie der Belehnungshöhe, welche die Höhe der Hypothek im Vergleich zum Immobilienwert ausweist. Mit dem Einsatz von Eigenmitteln kann einerseits die Tragbarkeit aber auch die Belehnungshöhe beeinflusst werden.

Im Juli 2014 wurden durch die Schweizerische Bankiervereinigung neue Mindestanforderung bei der Vergabe von Hypotheken ausgegeben. Diese Anforderungen sind Basis für die Vergabe von Hypotheken durch Finanzinstitute und werden bei der Prüfung von Hypothekaranfragen angewendet.

Für Hypotheken ist ein Mindesteinsatz an Eigenmitteln von 20% am Belehnungswert notwendig. Dabei ist zu beachten, dass max. 10% aus Geldern der 2. Säule verwendet werden dürfen. Die restlichen Eigenmittel müssen aus freien Mitteln (Konto-, Wertschriftenguthaben) oder aus Geldern der 3. Säule (frei und/oder gebunden) beigesteuert werden.

Der Belehnungswert stellt dabei den durch das Finanzinstitut ermittelten Marktwert dar und kann vom eigentlichen Verkaufspreis abweichen. Allfällige Differenz zwischen dem Belehnungswert und dem Verkaufspreis müssen in diesem Fall nochmals vollständig aus Eigenmittel, welche nicht aus der 2. Säule stammen, gedeckt werden.

Die Begrenzung der Verwendung von Geldern aus der 2. Säule soll insbesondere dem Schutz der Schuldner dienen und sie bei allfälligen Wertkorrekturen am Immobilienmarkt schützen. Gleichzeitig ergeben sich mit jeder Entnahme von Vorsorgeguthaben aus der 2. Säule Deckungslücken im Vorsorgefall oder bei Pensionierung, welche finanzielle Auswirkungen auf den Schuldner wie auch die Hinterbliebenen haben kann. Eine genaue Abklärung der finanziellen Situation, z.B. durch die Staubli & Partner Immobilien GmbH, ist dabei unbedingt zu empfehlen.

Nebst dem Einsatz von eigenem Vermögen erhöhte sich in den vergangenen Jahren auch die Unterstützung von Drittpersonen in Form von Schenkungen, Erbvorbezügen oder Darlehen. Dabei ist zu beachten, ob Schenkungen resp. Erbvorbezüge steuerlich relevant sein können, was kantonal unterschiedlich ist. Gleichzeitig werden Darlehen durch die Finanzinstitute nur akzeptiert, wenn es einerseits zinslos ausgegeben wird und keine Laufzeit wie auch Rückzahlungsmodalität definiert wird.

Eine sorgfältige Prüfung der Finanzierungssituation ist somit bereits vor dem Gang zum Finanzinstitut angebracht. Lassen Sie ihren Traum zur Realität werden - mit der Staubli & Partner Immobilien GmbH haben Sie dazu die richtige Partnerin.

 

© Staubli & Partner Immobilien GmbH, Oktober 2016